Beiträge von Kolinum

    Ein Übergabeprotokoll ist nicht vorgeschrieben, jedoch immer empfehlenswert. Dieses wird bei der Übergabe erstellt und sofort unterschrieben.Punkt und basta! Weil es dann im Nachhinein nicht einseitig geändert werden kann. Ebenso gehören auch die Zählerstände hinein.


    Eine Endabrechnung kann erst nach den Ablauf des Abrechnungszeitraumes erstellt werden. Wäre also frühestens im Januar 2017 möglich.


    Ich habe mich informiert, wie lange eine Kaution vom Vermieter unter welchen Gründen einbehalten werden kann und denke, dass sie langsam zurückgezahlt werden könnte. Drei Monate sind verstrichen.

    Ihre "Information" ist falsch. Für die Rückzahlung der Kaution kann sich der Vermieter 6 Monate Zeit lassen und obendrein noch einen angemessenen Anteil bis zur Nebenkostenabrechnung bis spätestens Dezember 2017 einbehalten.

    Wenn Sie unbedingt einen Krieg mit dem Vermieter vom Zaune brechen wollen, nur zu. Er wird es Ihnen danken, in welcher Form auch immer.


    § 536 BGB: Mietminderung bei Sach- und Rechtsmängeln
    (1) Hat die Mietsache zur Zeit der Überlassung an den Mieter einen Mangel, der ihre Tauglichkeit zum vertrags-gemäßen Gebrauch aufhebt, oder entsteht während der Mietzeit ein solcher Mangel, so ist der Mieter für die Zeit, in der die Tauglichkeit aufgehoben ist, von der Entrichtung der Miete befreit. Für die Zeit, während der die Tauglichkeit gemindert ist, hat er nur eine angemessen herabgesetzte Miete zu entrichten. Eine unerhebliche Minderung der Tauglichkeit bleibt außer Betracht.


    1. Kann man Untermiete auf ein Jahr begrenzen?


    Für eine Untervermietung gelten die gleichen Rechte und Pflichten wie für eine normale Vermietung


    Zitat

    2. Ist es rechtlich in Ordnung dem Untermieter die Nutzung gemeinschaftlicher Räume zu untersagen?


    Wenn die normalen Standards für die Vermietung eines als Wohnraumes definierten Zimmers gewährleistet ist, warum nicht.
    Wenn ein Wasseranschluß, Toilette, Kochmöglichkeit in dem Zimmer vorhanden ist, wäre das durchaus denkbar.


    Zitat

    Wird das Hauptmietverhältnis enden, sollte einer der beiden Hauptmieter ausziehen?
    Kann der Vermieter also den beiden verbleibenden Bewohnern (Hauptmieter und Untermieter) ebenfalls kündigen, oder muss einfach ein weiterer Mieter gesucht werden?


    Das 1000ste Mal: Gemeinsame Mietverträge können auch nur gemeinsam gekündigt werden.


    Zitat

    Auf eine schnelle Antwort hoffend


    Bei einer fiktiv gestellten Frage benötigen Sie aber keine schnelle Antwort. Veräppeln sieht anders aus.

    Hier liegt konkluentes Handeln vor. Die Vermieterin hat den Zustand 5 Jahre lang geduldet und es kann von einer Übereinstimmung mit den Vertragspartnern ausgegangen werden.
    Da schwebt höchstens die Vermieterin im Nebel.

    Ich denke mal, das "Paulchen" eher derselbe Stänker ist, welcher hier ab und an unter einen anderen Namen auftaucht. Die Art und Weise seiner Bemerkungen lassen jedenfalls darauf schließen. Werde seine Beiträge mal prüfen lassen.
    An Webmaster gemeldet.


    Jetzt sagt mein Vermieter das die Kündigung erst Rechtskräftig
    ist wenn sie von ihm unterschrieben wurde.
    So steht es auch im Mietvertrag.


    Das ist Unsin³.


    § 573c BGB Fristen der ordentlichen Kündigung
    (1) Die Kündigung ist spätestens am dritten Werktag eines Kalendermonats zum Ablauf des übernächsten Monats zulässig. Die Kündigungsfrist für den Vermieter verlängert sich nach fünf und acht Jahren seit der Überlassung des Wohnraums um jeweils drei Monate.
    (2)...
    (3)...
    (4) Eine zum Nachteil des Mieters von Absatz 1 oder 3 abweichende Vereinbarung ist unwirksam.


    Na, also keine bange.

    - Wer ist hier verantwortlich? Mein Vermieter steht jetzt auf dem Standpunkt, dass es eine Eigenverantwortlichkeit des Mieters gibt und ich wesentlich früher hätte feststellen müssen, das da etws nicht stimmt. Ich pflichte ihm sogar ein wenig bei, aber aus meiner Situation heraus, habe ich mein Bestes getan, um den Sachverhalt aufzuklären. Ich hatte überhaupt keinen Vorteil durch die späte Aufdeckung, hätte mich sogar gefreut, wenn ich der ganzen Sache früher auf die Schliche gekommen wäre, da hätte ich ne Menge Geld gespart. - Und wenn er damit im Recht ist, würde diese Eigenverantwortlichkeit nicht auch für meine Mitmieter gelten, hätten die nicht auch bemerken müssen, dass sie mit ca 7.400 kwh/ Jahr für eine wesentlich größere Wohnung mit immer mehr Personen eindeutig zu wenig Gas verbrauchen/bezahlen? Natürlich ist es ziemlich unwahrscheinlich, dass sich jemand meldet und sagt " Mensch, ich zahle zu wenig, kannst Du mal nachsehen ob da was nicht stimmt´???? Aber wenn, dann müsste es für beide gelten, zumindest meiner Meinung nach!


    In erster Linie sind Sie natürlich in der Verntwortung. Wenn es Probleme mit der Abrechnung des Gasversorgers gibt, müssen Sie tätig werden. Sie werfen den anderen Mietern vor, diese hätten bemerken müssen, das sie zu wenig zahlen. Und Sie müssen sich vorhalten lassen, damals zuviel bezahlt zu haben und hätten das bemerken müssen.
    Also diese Argumentation könnte einen Unparteiischen zum Schmunzel verleiten.


    Mein Vermieter sieht sich als gänzlich "unschuldig", ist es aber nicht so, dass der falsch zugeordnete Zähler zur Mietsache gehört? Kann ich die Miete mindern, bis der Sachverhalt aufgeklärt ist? Wenn ja, in welcher Höhe? Oder ist evtl. der Grundversorger hier haftbar zu machen?


    Leider nicht. Der Gebrauch der Mietsache wurde nicht eingeschränkt.


    - Ist mein Nachbar mir gegenüber Schadenersatzpflichtig (nicht juristisch gemeint, ich meine einfach nur den Ausgleich der Kosten, er soll sein verbrauchtes Gas zahlen, ich meines) oder steht mein Vermieter in der Pflicht?


    Dann müssten Sie den Schaden konkret beziffern. Ist leider nicht mehr möglich.


    - Wer muss sich mit dem Grundversorger in Verbindung setzen? Ich meine, das muss ja jetzt alles geändert werden, die Zähler müssen neu zugeordnet werden etc.


    Sie sind der Vertragspartner mit dem Versorger. Andere geht das nichts an!


    - Wie sieht es mit meinem ehemaligen Nachbarn aus? Der hat natürlich auch 6 Jahre Gas für einen Single bezahlt, obwohl dort ein Pärchen gewohnt hat.


    ???


    - Wie verhält es sich mit den Verjährungsfristen? Kann ich hier überhaupt von irgendwem noch Geld zurückfordern? Oder nur rückwirkend für drei Jahre? Oder gilt die Verjährungsfrist erst ab Kenntnis, also ab dem 08.11.2016?


    Eine Rückforderung wird wohl nicht durchzusetzen sein, aus Gründen, welche bereits genannt wurden.


    - Was ist mit der Bonuszahlung von meinem neuen Gasversorger? Der hat ja auch damals die Höhe des Bonus vom Verbrauch abhängig gezahlt, das stimmt ja jetzt alles hinten und vorne nicht mehr....


    Wenn dem so ist, wechseln Sie den Verorger und handeln einen neuen Vertrag mit Bonus aus.


    Das Verhältnis zu meinem Vermieter, das die ganzen 9 Jahre topp war, ist übrigens schon merklich abgekühlt. Nachdem ich sagte, ich sei eventuell sogar berechtigt, die Miete zu mindern, sagte er, wenn keine Miete kommt, habe ich umgehend die fristlose Kündigung. Und eigentlich könnte ich dies bereits als mündliche Kündigung verstehen. Da hat wohl jemand Angst! Ich habe ihm angeboten, wir gehen zusammen zu einem Anwalt und teilen uns die Kosten. Was der sagt wird gemacht, ich finde das fair, aber er stellt da total auf Durchzug. Eigentlich schade.


    Das mit der Mietminderung scheint mir etwas unüberlegt gewesen zu sein. Das ist gegenüber dem Vermieter eine Kriegserklärung und dürfte nicht auf Wohlwollen stoßen.


    Diese Mietminderung wurde nicht beantwortet, weder schriftlich noch fernmündlich. Dieses betrachte ich also als konkludente Zustimmung zu meinem Schreiben an die Vermieterin.
    Rein rechtlich stimmt sie also der Abänderung der Mietzahlung (minus 10 %) zu.


    Schlüssiges Handeln oder Konkludentes Handeln liegt vor, wenn jemand seinen Willen stillschweigend zum Ausdruck bringt und der redliche Empfänger hieraus auf einen Rechtsbindungswillen schließen darf, sodass ein Vertrag auch ohne ausdrückliche Willenserklärung zustande kommen kann.
    Die Nichtbeachtung eines Anliegens Ihrerseits führt keinesfalls zu einem kunkluenden Handelns. Betonung auf Handeln. Es wurde noch garnichts gehandel.


    Zitat

    Da das Gerüst erst zum 04.10.2016 kam weil das Ordnungsamt die Strasse ums Haus erst zu dem Zeitpunkt freigegeben hat, wir alle davon aber nichts gewusst haben, weil auch hier schriftlich als auch fernmündlich die Bekanntgabe fehlte, bin ich jetzt am zweifeln ob die Minderung der Miete ab dem 26.09.2016 gerechtfertigt ist oder ob meine Vermieterin für den September noch die komplette Miete verlangen kann?


    BGB § 536 ist zu lesen:
    Hat die Mietsache zur Zeit der Überlassung an den Mieter einen Mangel, der ihre Tauglichkeit zum vertragsgemäßen Gebrauch aufhebt, oder entsteht während der Mietzeit ein solcher Mangel, so ist der Mieter für die Zeit, in der die Tauglichkeit aufgehoben ist, von der Entrichtung der Miete befreit. Für die Zeit, während der die Tauglichkeit gemindert ist, hat er nur eine angemessen herabgesetzte Miete zu entrichten. Eine unerhebliche Minderung der Tauglichkeit bleibt außer Betracht.


    Fazit: Ihre Zweifel würde ich unterstützen.

    BGB § 536
    Hat die Mietsache zur Zeit der Überlassung an den Mieter einen Mangel, der ihre Tauglichkeit zum vertragsgemäßen Gebrauch aufhebt, oder entsteht während der Mietzeit ein solcher Mangel, so ist der Mieter für die Zeit, in der die Tauglichkeit aufgehoben ist, von der Entrichtung der Miete befreit. Für die Zeit, während der die Tauglichkeit gemindert ist, hat er nur eine angemessen herabgesetzte Miete zu entrichten. Eine unerhebliche Minderung der Tauglichkeit bleibt außer Betracht.


    Sie können einen Mangel an der Mietsache nur beanstanden, wenn eine Tauglichkeitsminderung vorliegt. Ein anderes Design zähle ich nicht dazu.
    Da bleibt Ihnen nur eine Entscheidung des Gerichtes als die berühmte Gotteshand.

    Recht hat nichts mit Gerechtigkeit zu tun.
    Bedenken Sie auch, das es sich um Eigentum des Vermieters handelt und der Mieter lediglich Bittsteller ist, wozu der Gesetzgeber Instrumente geschaffen hat um beiden Partnern einen gewissen Schutz vor unseriösen Machenschaften des Anderen zu schützen.
    Auch eine sogenannte "Vermieterfreundlichkeit" hier im Forum hat Ihren Grund darin, weil eben solche Leute wie Sie, Forderungen an den Vermieter stellen, welche durch das Gesetz nicht gedeckt sind.


    Könnt' ich ja genauso gut mein Zimmer anbieten und eine Wuchermiete von 650 Tacken für 15 qm verlangen. Und dann mach' ich 'n dickes Geschäft...
    Dann tun Sie das doch.