Beiträge von Tomte

    Hallo Zusammen,


    zuerst möchte ich mal kurz mitteilen, wie großartig ich hier die Arbeit finde - ich habe schon einige Posts und Threads gelesen, und finde es toll, wie detailliert hier auf die Fälle eingegangen wird.


    Da wir eine Kombination aus mehreren etwas verzwickten Umständen haben, muss ich leider nochmal einen Thread aufmachen, in der Hoffnung, hier eindeutige Antworten zu bekommen.


    Zum aktuellen Stand:

    Meine Familie und ich (Frau, Mann, 2 Kinder unter 3 Jahre) leben in einem alten Haus zur Miete. Das Haus wurde erweitert, in welchem Wohnungen eingezogen wurden. Mindestens ein Zimmer aus diesen neuen Wohnungen ist unter unserem Dach, genauer sogar über einem unserer Zimmer. Der Dachstuhl ist nicht vollständig ausgebaut, und zum Zeitpunkt des Mietvertrages bzw der Besichtigungen wurde vom Vermieter behauptet, wir wären geräuschtechnisch in unserem Haus allein. Das stimmt leider so nicht. Ferner: über unseren Stromzähler laufen die Garagen, die allerdings an andere Parteien vermietet werden. Auch gibt es eine Aussage vom Vermieter, dass wir zwar "das Haus" gemietet hätten, er uns aber nicht den zugehörigen Dachstuhl mitvermietet hätte - er also jederzeit zum Dachstuhl ohne vorige Rücksprache mit uns Zugang hat (ist ohne Betreten unserer Wohnräume und Garten möglich, man hört allerdings, wenn jemand auf dem Dachstuhl ist).


    Frage Nummer 1: handelt es sich dann hier tatsächlich um ein Haus, oder eher um eine große Wohnung in einem Haus?


    weiter geht's: Unser Mietvertrag, Gegenstand: ein Haus (mit entsprechenden Räumen) wurde mit einer Staffel UND einem Verzicht der Kündigung auf vier Jahre abgeschlossen (ja, gilt ab Unterschrift, nicht ab Einzug, ist klar). Allerdings wurden bei Mietvertragsunterzeichnung einige (und nicht wenige) Modernisierungen bzw. Renovierungen mit dem Vermieter besprochen, die dieser bislang großteils (seit knapp 2 Jahren) nicht umgesetzt hat. Einige davon führen wegen thermischer Eigenschaften zur stark eingeschränkten Nutzungsmöglichkeit von großen Anteilen der Wohnung. Ich habe gelesen, dass ein Vertrag mit Kündigungsverzicht nur dann tragbar ist, wenn er nicht zum wesentlichen Nachteil des Mieters ausfällt. Nun ist es so, dass es mir scheint, der Vermieter sei sich seiner Mieteinnahme so sicher, dass ihn die etwas teureren Renovierungen erstmal nicht interessieren, es handelt sich ja nicht um seine Ausgaben, die er durch die höheren Nebenkosten hat, sondern das ist ja unser Problem, weil die Nebenkosten ja auf uns abfallen.


    Frage Nummer 2: ist unter diesen Umständen eine vorzeitige Kündigung mit Berufung auf die Umstände möglich?

    Frage Nummer 3: Besteht, falls Frage Nummer 1 mit "Wohnung" beantwortet wird, überhaupt noch ein Mietvertrag mit Verzicht auf Kündigung für 4 Jahre, oder wird der automatisch in einen unbefristeten Mietvertrag für eine Wohnung umgewandelt, da ja kein Haus als solches vermietet wird?


    Mit dem Vermieter sind wir schon seit langem in Kontakt, zu den ausstehenden und bereits bei Unterschrift vereinbarten Reparaturen, zu Reparaturen, die seither aufgefallen sind - leider zeigt er sich bislang wenig kooperativ, weswegen ich hier auf der Suche nach Antworten bin.


    Vielen Dank für Eure Hilfe!


    Viele Grüße,


    Tomte


    Titel optimiert, Korrektur und zu lang