Beiträge von Marcel42

    Vielen Dank Fruggel!


    Um eine Klage abzuwenden und doch noch etwas mehr Zeit zu haben, könnte ich evtl. versuchen dem VM einen Aufhebungsvertrag vorzuschlagen wenn er uns z.B. die Frist um zwei Monate verlängert. Das wäre doch möglich oder?


    Problematisch wird es dann vermutlich wenn ich nichts finde bis dahin, dann kann ich mich nicht mehr auf einen Härtefall berufen und würde bei einer Klage definitiv als Verlierer rausgehen. Sehe ich das richtig?


    vielen Dank

    Hallo Fruggel,


    Vielen vielen Dank für die Aufklärung!

    Du hast mich davon überzeugt eine Dummheit zu machen. Ich werde versuchen mit dem Vermieter eine Fristverlängerung zu vereinbaren bevor es zur Klage kommt.


    Nur was ist, wenn ich nichts finde und die Frist abgelaufen ist. Dann wird es vermutlich doch zur Klage kommen, nehme ich an. Und ich darf die Kosten tragen.


    Bei einer Fristverlängerung gilt nicht mehr der normalen Mietvertrag oder?

    Ich hab da was von Nutzungsentschädigung mal gelesen. Würde dies hier auch zu treffen? Also zum Beispiel wenn die Frist um zwei Monate verlängert wird, dann muss ich in diesen zwei Monaten eine Nutzungsentschädigung zahlen. Was ist wenn ich dann doch früher ausziehe und der Vermieter wegen dem sehr spontanen Auszug auf seiner Seite dann drei Monate Miete zahlen muss und die neue Wohnung finanzieren muss (er hat ja auch eine Kündigungsfrist). Kann man mir dadurch diese Mehrkosten ebenfalls in Rechnung stellen als Entschädigung?

    Wenn der Vermieter Klage einreicht und ich vor Gericht nachweisen kann dass ich mich um alle verfügbaren Wohnungen bemüht habe (blöd nur das mich keiner wollte wenn ich gleich mitteile dass ich in we Ufer Monaten wieder ausziehen könnte) dann ist doch der Härtefall gegeben den der Vermieter angezweifelt hat.


    So wird nicht nur die Klage vom VM abgelehnt, er darf auch alle Kosten tragen.


    Oder wird in dem Fall das Gericht mit eine verlängerte Räumungsfrist gewähren und ich darf die Kosten zahlen obwohl ich mich bemüht habe eine Wohnung zu finden?

    Danke für die Antwort.


    ich habe jetzt der Kündigung widersprochen und auf den Härtefall mich bezogen.
    Als Härtefallgrund habe ich den fehlenden Wohnraum angegeben. Wobei das vermutlich nicht wirklich standhalten wird, da wir bereits gesagt, es Wohnungen in der Nähe gibt.

    Ich habe in dem Schreiben auch darauf hingewiesen, dass wir ein Gerichtsprozess vermeiden wollen und uns eine Fristverlängerung sehr entgegenkommen würde bei der Wohnungssuche.


    Was kann nun als nächstes kommen? Muss der Vermieter darauf reagieren? Bzw. wenn auf den Widerspruch nicht reagiert, gilt dieser dann als akzeptiert und Kündigung ist damit zurückgezogen?


    beste Grüße


    Hallo nochmal!


    ich habe die ultimative Lösung. Solange ich keinen Ersatzwohnraum gefunden habe, können die VM mich ja nicht auf die Straße setzen. Ich muss ja nur Nachweisen dass ich alles unternommen habe um eine Wohnung zu finden.

    Wie gesagt, gibt es einige Wohnungen, aber ich kann dem neuen Vermieter der Ersatzwohnung doch ehrlich sagen dass ich nur eine Zwischenlösung für einige Monate brauche. Da wird sich vermutlich keiner darauf einlassen und mir absagen.


    Damit bin ich der Pflicht nachgekommen um Ersatzwohnraum mich zu bemühen, habe aber keinen Erfolg gehabt.


    Damit sollte ich sich einen Aufschub problemlos erhalten oder nicht?

    Guten Morgen zusammen.
    diese Woche geht es endlich zum Anwalt.


    Eine Frage habe ich noch. Die Idee kam von einem Arbeitskollegen.


    Härtefall Widerspruch müsste ich ja bis Ende April einreichen (2 Monate vor Kündigungsfrist), das wird mir leider nichts bringen.


    Nun ist die Idee, den Eigenbedarf anzuzweifeln und erst kurz vor der Kündigungsfrist bzw. nach Ablauf und Nachfrage des Vermieters dies mitzuteilen.
    so gewinne ich weitere 2 Monate.
    Wenn ich mich garnicht melde bis die Frist verstrichen ist, ist es dann eine Zustimmung zur Kündigung? Das wäre dann nicht gut. Dann müsste ich paar Tage vor der Frist mitteilen dass ich den Eigenbedarf anzweifle.

    Oder gibt es auch für das Anzweifeln und ablehnen der Kündigung eine Frist?


    Vielen Dank nochmals Euch!

    Herzliche Grüße

    Marcel

    Entschuldigt, die Autokorrektur meines Smartphones ist nicht immer optimal :)


    ich meinte Nutzungsentschädigung. Aber du hast es ja auch so verstanden.

    Vielen Dank euch für eure Einschätzung.

    Ich werde mir rechtlichen Rat noch einholen, bzw. einen Anwalt einschalten.


    Viel Spielraum sehe ich leider nicht. Hinauszögern würde evtl. klappen, aber dann hab ich zeitlichen Druck Eigentum zu finden und muss dann evtl doch noch eine Zwischenlösung nehmen. Dann kann ich auch eher danach suchen und evtl. kommt der der VM entgegen was Frist und Kosten angeht.


    Danke!!!

    Vielen Dank. Der letzte Absatz klingt interessant. Ich bin mir sicher das der damalige VM wusste dass er verkaufen will. Hatte natürlich nichts gesagt. Wird dieser dann auch belangt? Oder richtet sich das ganze gegen den neuen VM, der gleich offen gesagt hat, dass er einziehen will?


    Langsam bestätigt sich mein schlechtes Bauchgefühl, dass wir das ganze noch anwenden können, bzw. Lange herauszögern können ohne große Folgen...


    Leider kann ich nicht mal mich darauf berufen, dass es keine alternativ Wohnungen gibt. Der Vermieter hat mir schon mitgeteilt dass er den Markt beobachtet und min. 20 Angebote gespeichert hat die im selber Ort sind und ebenfalls von der Größe/Preis mit der aktuellen vergleichbar sind bzw. Sogar günstiger.


    Er hat auch angedeutet, dass wenn wir nicht ausziehen sollten, er eine Nutzungsbedingungen verlangen wird, die über der aktuellen Miete liegt. 20% will er draufschlagen.... Als Grundlage dafür nennt er Preise für Mietwohnungen die er aktuell in Anzeigen sieht.


    Alles nicht so schön :/

    Danke für die Rückmeldung.


    Ich habe auch gelesen, dass es keine Abwägung gibt zwischen Interesse Vermieter vs Interesse Mieter, solange kein Härtefall vorliegt. Oder kann der Richter dem Vermieter sagen, dass er sich nicht anstellen soll wegen der Lautstärke und dass in dem Haus ja auch andere Familien leben. Also gibt es wichtige Gründe und eher nicht so dringende Gründe? Schließlich haben die Vermieter ja auch schon letztes Jahr den Sommer überstanden auch wenn die immer wieder vorgeben dass die Lautstärke der Grund für den Immobilienkauf war, zusätzlich zu dem Wunsch auf Eigentum.

    Hallo zusammen, ich habe schon viel im Forum gelesen um ein Gefühl für meine Situation zu erhalten. Ergebnis —> schlechtes Bauchgefühl bei meiner Situation....


    vielleicht habe ich was übersehen? Eure Einschätzung ist mir viel Wert. Vielen Dank schon mal an alle, die sich die Zeit nehmen.


    Hintergrund:
    Meine Familie (Frau, zwei Kinder unter 7 Jahre und ich) leben erst seit Oktober 2018 in der Wohnung (Umzug zwecks Familien Nähe — kommend aus einer großen Stadt). Mietvertrag ist unbefristet. Der damalige Eigentümer hat uns mitgeteilt, dass er die Wohnung nicht verkaufen will.

    So ziemlich genau ein Jahr später wurde die Wohnung zum Verkauf angeboten. Wir wurden gefragt, jedoch war der Preis für uns zu hoch.


    Die neuen Eigentümer haben gleich mitgeteilt (vor Kauf, bei der Besichtigung), dass die Wohnung zur Eigennutzung bestimmt ist.
    sie haben uns jedoch auch 18 Monate Zeit zugesichert damit wir was neues finden können)


    die Kündigung kam nun vor 6 Wochen zu uns. Trotz der Ankündigung waren Frust, Angst, Verunsicherung groß.


    Wir haben im Oktober 2018 einen großen Umzug gemacht. Wir suchen auch nach Eigentum aktuell, aber das geht leider nicht so schnell. Das kann noch Monate oder Jahre gehen.... aber jetzt wieder einen großen Umzug machen für eine Zwischenlösung und dann wenn man was eigenes findet wieder einen Umzug.... das geht auf die Nerven und ins Geld...


    wir haben für einen Widerspruch nun bis Ende des Monats Zeit (bzgl Härte Fall, was nicht vorliegt) und ausziehen müssten wir bis Ende Juni.

    Die Kündigung ist formell korrekt, soweit ich und einige Bekannte das beurteilen können. Nur bei dem Grund für die Eigennutzung könnte evtl. der Richter vielleicht zu unserem Gunsten entscheiden?


    Grund vom Vermieter:

    Aktuelle Wohnung (selbst als Mieter bewohnt) nicht mehr ausreichend.
    Genaue Begründung:

    Durch Nachwuchs ist die Wohnung aus ihrer Sicht nicht mehr geeignet.
    alter Holzdielenboden der laut knarzt.
    Kinderzimmer ist ein Durchgangszimmer zum Gästezimmer.

    Im Sommer kann bei offenem Fenster das Kind nicht schlafen, bzw. wird sehr oft wach, da viel Polizei Verkehr (auch in der Nacht) sowie ein beliebtes Restaurant direkt neben dem Haus mit entsprechend lauter Geräuschkulisse.


    kann dies vom Richtiger als Grund ausreichen? Das Kind kann nicht bei offenem Fenster schlafen und bei Besuch wird es wach, da Gäste durch das Kinderzimmer müssen?


    Haben wir hier eine realistische Chance vor Gericht zu ziehen? Ich will nur eure Einschätzung hören. Keine Rechtsberatung :)


    Können wir das ganze einfach aussitzen und uns garnicht melden? Die können uns ja nicht auf die Straße einfach so setzen. Mir macht nur Sorge, dass die Vermieter selber ihre Wohnung dann kündigen und mit Sack und Pack vor unserer Tür stehen....


    Ganz herzliche Grüße und herzlichen Dank


    Marcel aus dem schönen Norden....