Beiträge von P-R

    Guten Tag,


    Informationen zur Umlagefähigkeit von Neben- und Betriebskosten finden Sie unter Umlagefähige Nebenkosten - Betriebskosten


    Dort finden Sie auch nähere Erläuterungen zum Thema Hausmeister in den Nebenkosten.


    - Kosten der Verwaltung sind nicht umlagefähig, § 1 II Nr. 1 BetrKV


    - Unter "Nebenkosten des Geldverkehrs" verbergen sich wohl Kontoführungsgebühren, die als Verwaltungskosten ebenfalls nicht umlagefähig wären (AG Siegburg, Urteil v. 19. Mai 1985, Az.: 2 C 75/85).


    Grundsätzlich würde ich ihnen raten einen Rechtsanwalt oder Mieterverein (idR günstiger, wenn keine Rechtsschutzversicherung besteht, die Deckung zusagt) aufzusuchen, um eine Prüfung der Nebenkostenabrechnung vornehmen zu lassen.


    Wenn der Vermieter tatsächlich so "gründlich" ist, wie es ihre Aufstellung vermuten lässt, bietet es sich im Hinblick auf die Nebenkostenhöhe ggf. auch einmal an, die tatsächliche Wohnfläche der Wohnung zu berechnen bzw. besser noch berechnen zu lassen (auch Mieterverein). Gerade bei Dachgeschosswohnungen mit Schrägen und möglw. vielen Winkeln ist die Berechnung nicht gerade einfach, so dass hier Fehlerpotential besteht...


    Gruß,


    Philipp


    Aber bedenken Sie, dass solche Verträge bei einer längeren Laufzeit der Schriftform bedürfen.


    Nein, das bedürfen Sie - jedenfalls im Hinblick auf die Wirksamkeit der Mietvertrags - nicht bzw. die Nichteinhaltung ist in der Regel nicht zum Nachteil des Mieters. Lediglich für befristete Wohnraummietverträge besteht ein Schriftformerfordernis. Wird dieses nicht eingehalten ist lediglich die Befristung unwirksam, nicht aber der Mietvertrag als solches, siehe auch Mündlicher Mietvertrag - Form des Mietvertrages. Eine Kündigung durch den Vermieter wäre demnach nur gemäß den Regelungen für den unbefristeten Mietvertrag möglich (3 Monate Kündigungsfrist gem. § 573c Abs. 1 Satz 2 BGB).


    Sofern die mündliche Vereinbarung keine Pflicht zur Zahlung von Nebenkosten regelt sind diese mE mangels Vereinbarung auch nicht zu leisten. Sollte dennoch auf die Forderung der Nebenkosten eine Zahlung des Mieters erfolgen könnte dies als stillschweigende Vereinbarung über die Zahlung von Nebenkosten ausgelegt werden, siehe auch LG Saarbrücken vom 12.02.1999, AZ.: 13 BS 226/98/ in NZM 1999, 408.


    Gruß,


    Philipp

    Hallo,


    die 50 Euro Nebenkosten aus deinem Beispiel sind in den meisten Fällen als Vorauszahlung auf den tatsächlich anfallenden Verbrauch gedacht. Die tatsächlich angefallenen Kosten ergeben sich dann aus der Nebenkostenabrechnung. Anders als beim Strom / Gas, der noch nicht in diesem 50 Euro enthalten ist, hast Du bei den klassischen Nebenkosten keine Wahl des Anbieters. Diese übernimmt der Vermieter. Was in den Nebenkosten enthalten ist regelt normalerweise der Mietvertrag.


    Zum Thema Stromanbieter: Das ganze ist etwas komplex :) Es gibt Stromanbieter mit "Grundgebühr" (Regelfall) und wenige ohne. Grundsätzlich kannst Du den Stromanbieter frei wählen. Den günstigsten findet man über entsprechende Vergleiche im Internet, beispielsweise auf verivox.de


    Allerdings sollte man - zumindest wenn man den Verbrauch nicht wirklich kennt - auf Angebote mit Einschränkungen (Kauf bestimmter Kontingente, Preis gilt nur bei Vorauszahlung, etc.) verzichten. Bei deinem geschätzten Verbrauch könnte ich mir vorstellen das vllt. eine Ersparnis von 50-100 Euro im Jahr im Vergleich zum Standardanbieter drin ist.


    Gruß


    Philipp

    Hallo Venezia,


    hier gibt es eine Fülle an recht komplexen Problemen. Die Mietminderung in dieser Höhe ohne vorherige Ankündigung könnte durchaus problematisch sein. Gleiches gilt für ein "abwohnen" der Kaution, was aus rechtlicher Sicht nicht zulässig sein dürfte.


    Da Dein Sohn Student ist, würde ich empfehlen ein kostenloses Rechtsberatungsangeboot des ASTA bzw. der Uni in Anspruch zu nehmen. Soetwas bieten in der Regel alle größeren Universitäten in Zusammenarbeit mit Rechtsanwälten an.

    Hallo,


    ich könnte mir eher vorstellen, dass der Vermieter mit seinem Hinweis darauf hinaus will, dass aufgrund der Wohnungsgröße ggf. in der Vergangenheit keine zutreffende Nebenkostenabrechnung erstellt wurde und daher die Vorauszahlungen zu gering bemessen waren.


    Eine rückwirkende Erhöhung des Mietzinses dürfte wohl kaum möglich und insofern auch kein Argument für die Einbehaltung eines Teils der Kaution sein.


    Gruß


    Philipp

    Hallo,


    zunächst einmal möchte ich Dich darauf hinweisen, dass Dein Vermieter es - mit Recht - nicht gerne sehen wird, wenn Du seine persönlichen Daten im Internet veröffentlichst. Das dürfte aus div. Gründen (Datenschutz, allg. Persönlichkeitsrecht usw.) rechtswidrig sein, daher wurde auch der entsprechende Link entfernt.


    Ein Umzug in eine andere Stadt aus beruflichen Gründen stellt in der Regel keinen hinreichenden Grund für eine fristlose Kündigung dar.


    Darüber hinaus bitte ich um Verständnis dafür, dass hier im Forum keine konkrete Rechtsberatung im Einzelfall erteilt werden darf. Insbesondere darf (und kann) keine pauschale Prüfung von Verträge auf alle möglichen Verstöße hin erfolgen.


    Gruß


    Philipp

    Hallo,


    sebstverständlich musst Du niemanden in die Wohnung lassen! Ich hatte es nicht so verstanden, dass ihr bereits eingezogen seid...


    Das macht die Lage etwas komlizierter ;) Wenn dem Vormieter tatsächlich ein Eigentumsrecht an den Böden zustände, könnten sie diese unter Umständen im Wege der Durchsetzung eines Herausgabeanspruchs verlangen. Allerdings nur dann, wenn Sie durch das Zurücklassen der Böden in der Wohnung das Eigentum hieran nicht aufgegeben haben. Weiterhin könnte man zu dem Schluss kommen, dass der Vermieter für die im Zusammenhang mit einer Herausgabe entstehenden Kosten haften muss, denn er hat die Wohnung ggf. "so wie sie ist" übergeben, ohne auf entgegenstehende Rechte Dritter hinzuweisen.


    Solche Dreieckskonstruktionen mit mehr als zwei Beteiligte im Streit um Sachen zählen zu den komplizierteren Fragen des Zivilrechts, so dass man hier im Forum unmöglich auf alle Eventualitäten eingehen kann. Wenn die Vormieter tatsächlich versuchen einen Anspruch auf die Bodenbelege durchzusetzen solltet ihr einen Anwalt oder Mieterverein aufsuchen und euch konkret beraten lassen. In die Wohnung lassen müsst ihr jedenfalls niemanden - zur Not hilft hier die Polizei weiter, wenn die Vormieter versuchen sollten sich rechtswidrig Zutritt zu verschaffen.


    Gruß,


    Philipp

    Hallo,


    grundsätzlich obliegt die Pflicht zu Verkehrssicherung - und damit auch das Räumen von Schnee - dem Hauseigentümer. Dieser kann entsprechende Pflichten jedoch per Mietvertrag oder einer zum Bestandteil des Mietvertrags gewordenen Hausordnung auf die Mieter abwälzen.


    Dies scheint hier nicht der Fall zu sein. Eine einseitige Verpflichtung ist keine Vereinbarung ;)


    Abgesehen davon könnten auch gesundheitliche Gründe hier dafür sprechen, dass eine solche Vereinbarung (wenn sie denn getroffen wäre) nicht zulässig ist.



    Gruß


    Philipp