Beiträge von Leipziger82

    Ja, das ist zulässig, auch wenn die Ankündigung etwas kurzfristig kommt.


    Ansonsten ist der Zeitraum von 5 Stunden halbwegs überschaubar. Das übersteht auch der Inhalt des Kühlschranks, sofern man diesen nicht permanent öffnet.

    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass diese Zeiten immer großzügig angegeben werden. Durchaus möglich, dass die Reparatur schon nach 3-4 Stunden erledigt ist.

    Die Kündigung aufgrund einer mangelnden wirtschaftlichen Verwertung hast Du ja schon genannt. Das wäre nur dann möglich, wenn das Objekt unwirtschaftlich ist und der Vermieter auch nachweisen kann, entsprechende Maßnahmen zur Vermietung durchgeführt zu haben.


    Theoretisch bleibt nur die Möglichkeit des Verkaufs. Hier könnte dann Wohnungseigentum geründet werden und der entsprechende Eigentümer könnte eine Eigenbedarfskündigung geltend machen.


    Aber: Es gibt hier nach § 577a BGB eine Sperrfrist von 3 Jahren, in welcher Du nicht gekündigt werden kannst.

    Hallo,


    nein, der Vermieter kann nicht verlangen, dass Du die Fenster reinigst. Du hast bei Instandsetzungsmaßnahmen lediglich eine Duldungspflicht, aber keine Mitwirkungspflicht.


    Wir sprechen hier ja auch nicht von einer kleinen Reinigung, sondern von einer größeren Sache.


    Ein Kündigungsgrund ist das auch nicht, weil es sich nicht um einen Verstoß gegen vertragliche Verpflichtungen oder gegen die Hausordnung handelt.

    Kann ich mich deshalb darauf berufen, dass bei einer WG ein Hauptmieterwechsel stattfinden muss?

    Nicht wirklich, weil die mietvertraglichen Vereinbarungen bindend sind. Was in der Bewerbung stand ist da leider irrelevant.


    Unabhängig davon: Selbst wenn es ein WG-Mietvertrag wäre, dann hätte ein entsprechender Hauptmieterwechsel ebenso explizit vereinbart werden müssen.


    Ansonsten können Eure Chancen nicht wirklich eingeschätzt werden.

    Das könntest du selbst gerichtlich nicht durchsetzen, da es zulässig ist, nach dem Verhältnis der Wohnfläche abzurechnen und es kein Gesetz gibt, das den Vermieter zwingen könnte, Kaltwasserzähler einbauen zu lassen

    Als kleine Ergänzung: In Hamburg gibt es auch bei Bestandsbauten eine Nachrüstpflicht, in Schleswig-Holstein bis 31.12.2020

    Zusätzlich sollte der Mietvertrag auf einen etwaigen (beidseitigen) Kündigungsausschluss geprüft werden. Das wäre für einen Zeitraum von maximal 48 Monaten möglich.


    Im Schlimmsten Fall wären das dann deutlich mehr als 3 Monate.

    Ich würde vorab aber mal mit dem Vermieter sprechen. Vielleicht hat er tatsächlich andere Interessenten in der Warteschlange.

    Nur noch als andere Eventualität: Wasseruhren sind in der Wohnung nicht verbaut? Wenn doch, muss nach Verbrauch abgerechnet werden.

    Wenn nicht, wäre eine Umlage nach m² schon mal rechtens.


    Wie hoch ist denn der Kaltwasserverbrauch in m³?

    Die Worte "muffiger Keller" und "Altbau" hört man im Zusammenhang nicht selten.

    Oder anders: Ich kennen keinen Altbaukeller, der nicht feucht ist.

    Kellertrockenlegungen sind in der Theorie machbar, aber sehr aufwändig und damit teuer.


    Grundsätzlich ist es so, dass ihr natürlich einen Anspruch auf einen trockenen und schimmelfreien Wohnraum habt, allerdings kann das bei den Kellern schon wieder anders aussehen.

    Im Bereich der Erdgeschosse kann das besonders kritisch werden, wenn es sich um Holzbalkendecken handelt. Die Feuchtigkeit zieht nach oben, bzw. bietet das Holz auch einen Nährboden für Schimmel.


    Mein Tipp: Wenn es tatsächlich ein erwiesenes Gesundheitsrisiko des Filius gibt und ein Umzug realisierbar ist, dann sucht Euch eine normale Bleibe.


    Zwischen Recht haben und Recht bekommen, gibt es einen großen Unterschied. Und selbst wenn der Vermieter kooperativ ist, dann ist eine Schimmelbeseitigung nicht innerhalb ein paar Tage umsetzbar.

    Grundsätzlich ist es so, dass der Makler nicht der Vermieter ist und Euch bezüglich gewisser Vertragsinhalte gar keine Zusagen machen kann.


    Man erlebt das ab und zu mal, dass der Makler einem das Blaue vom Himmel verspricht, damit es zu einem Vertragsabschluss kommt.

    Ich bitte um dringenden Rat.

    Ich würde kurzfristig das Gespräch mit dem Vermieter suchen und die Sache klären. Dem Makler solltet Ihr da rauslassen.

    Die entscheidende Frage ist eigentlich: Was hat der Bauphysiker festgestellt?


    Handelt es sich vielleicht um einen Neubau, der vielleicht zu schnell gebaut wurde? Eine erhöhte Restbaufeuchte kann durchaus die Ursache für die erhöhte Luftfeuchtigkeit sein.

    Leider ist das komplette Gebäude anscheinend sehr anfällig für Feuchtigkeit, was nicht zuletzt der miserablen Lage geschuldet ist

    Die Lage hat damit eigentlich gar nichts zu tun. Es stellt sich einzig und allein die Frage, wie diese Feuchte in die Wohnung gelangt.

    Ein Haus kann an sich nicht anfällig für Feuchtigkeit sein, solange es sich nicht um einen Altbau aus dem 19. Jahrhundert handelt.

    Unser letzter Schritt wäre jetzt der Einsatz von elektrischen Lufttrocknern

    Das würde ich nicht empfehlen. Zum einen verbrauchen die Teile teilweise bis zu 600 Watt und dann reicht ein Gerät für eine Wohnung nicht aus.


    Unabhängig davon, dass die Trockner einen Höllenlärm verursachen, müsst Ihr dann mit zusätzlichen Stromkosten im Bereich von 150-250 €/Monat rechnen, je nach dem, wie lange die Geräte laufen.


    Die Ursache muss ermittelt werden. Alle anderen Maßnahmen können nur Notlösungen/Provisorien sein.

    habe ich einen größeren Luftaustausch, als wenn ich morgen und abends 15 Minuten die Fenster offen lasse....

    Wir haben den ganzen Spaß damals von einem Gutachter/Experten prüfen lassen. Hier wurde ein spezielles/gefärbtes Gas in die Luft der Wohnung eingebracht und dann beobachtet sowie gemessen (Datenlogger), wo und wie ein Luftaustausch stattfindet. Unmittelbar im Fensterbereich ist ein geringfügiger Austausch erfolgt, im Rest der Wohnung dann praktisch gar nicht. Das kommt aber auch immer auf den konkreten baulichen Zustand der Wohnung an.


    Gerade im Küchenbereich wird es gefährlich, wenn durch das Kochen eine Hohe Luftfeuchte entsteht und sich das Kondensat im kühlen Bereich des angekippten Fensters niederschlägt.


    Zum eigentlichen Thema: Es geht ja gar nicht darum, wie man lüftet. Ein Mangel würde meiner Meinung nach nur dann vorliegen, wenn man gar nicht mehr lüften kann. Hier ist diese Möglichkeit weiterhin gegeben, wenn auch nicht durch das Ankippen der Fenster.

    Wir verbauen mittlerweile auch keine Fenster mehr mit Kippfunktion. Das hängt einfach mit dem leidigen Thema des falschen Lüftungsverhaltens zusammen.

    Gerade in den "Nassräumen", wie Bad und Küche bringt das regelmäßige Schimmelprobleme mit sich, da die Mieter eben nur kippen und nicht richtig lüften.


    Ob jetzt die neue und nicht kippbare Tür einen Mietminderungsanspruch rechtfertigt, sollte tatsächlich mit einem Anwalt besprochen werden. Viel Hoffnung würde ich mir da aber nicht machen, da diese neue Tür keine objektive (!) Beeinträchtigung darstellt.


    Bei der Einfachverglasung kann das aber wiederum anders aussehen.

    Hallo,


    das ist in Formularmietverträgen nicht so unüblich.


    Das bezieht sich aber tatsächlich gar nicht auf Mobiliar, sondern eher auf Umbauten, die zu einem festen Bestandteil der Mietsache werden.

    Wenn Du also Außenrollläden installierst oder eine neue Dusche einbaust, kann der Vermieter diese übernehmen.

    Ansonsten steht das Gesetz über vertraglichen Vereinbarungen.


    Im § 539 (2) BGB steht da geschrieben, dass Du berechtigt bist, deine Einrichtungen weg-/mitzunehmen.

    Gibt es da bei älteren Wohnhäusern etwas woran ein Mieter erkennen kann, dass es kein Haus ist, dass noch Asbest besteht, wenn dort eine Wohnung angemietet wird?

    Nicht wirklich. Es ist ja nicht so, dass Asbest offen in der Wohnung verbaut wurde.


    Asbest wurde teilweise im Estrich unter dem Bodenbelag oder als Dämmstoff (Brandschutz) hinter dem Wandputz verlegt.


    Eine unmittelbare Gesundheitsgefährdung besteht auch nur dann, wenn die Fasern des Asbests in die Wohnung gelangen, d.h. wenn Asbest bearbeitet wird.


    Wenn dieser Unterhalb des Fußbodens oder hinter der Wand befindet, besteht keine Gefahr.

    1. Ist das Sonderkündigungsrecht per E-Mail aufgrund der Bestätigung der Hausverwaltung zustande gekommen?

    Nein, weil Mietverträge zwingend schriftlich (mit Originalunterschrift) gekündigt werden müssen. Kündigungen in digitaler Form sind unzulässig.

    Die Verwaltung hat ja kein definitives Mietende bestätigt, sondern nur in Aussicht gestellt, dass man ggfs. die Wohnung eher übernimmt.

    Zu welchem Datum ist das Sonderkündigungsrecht zustande gekommen? Können wir darauf bestehen, dass zumindest ab 15.5.2020 das Sonderkündigungsrecht in Kraft tritt?

    Wenn die Kündigung am 28.03.2020 erfolgt ist, wäre die Kündigung zum 30.06. möglich. Aber wie schon geschrieben, wurde ja gar nicht rechtswirksam gekündigt.

    Kann der Vermieter - trotz Begehung am 2.5.2020 und ohne Beanstandung der Klebereste in Wohnzimmer und Flur - zum 30.6.2020 (sofern wir früher eine Übergabe nicht erwirken können) dann neu verlangen, dass wir die Klebereste beseitigen und verlängert sich die Kündigungsfrist dann erneut und falls ja, um welche Dauer?

    Wenn ihr nachweisen könnt, dass der Vermieter keine Beseitigung verlangt hat, dann müsst Ihr auch nichts machen. Es ist halt immer schwierig, mündliche Aussagen zu beweisen.


    Wenn er die Beseitigung fordert, verlängert sich die Frist nicht. Wenn die Reinigung bis 30.06. nicht möglich ist und Ihr länger braucht, kann er ggfs. nur Schadenersatz verlangen, sofern ihm ein Schaden hieraus entsteht.

    Wie sollten wir weiter vorgehen, denn wir möchten nach Möglichkeit die Miete für Mai und Juni 2020 nicht mehr zahlen, (Mai wurde per Dauerauftrag bereits gezahlt, Dauerauftrag zum 1.6.20 gelöscht), die Kaution zurück bekommen und ein bisher nicht erstattetes Guthaben aus der Abrechnung 2017, insgesamt über 1.000 €.

    Die Möglichkeit gibt es eigentlich nicht. Die Mietzahlungspflicht in voller Höhe gilt bis zum Ablauf der Kündigungsfrist.


    Aber: Wenn die Schlüssel übergeben wurden und der Vermieter darin nachweislich saniert, kann er keine Miete mehr verlangen. Wie auch, wenn ihr die Wohnung nicht nutzen könnt.