Beiträge von Leipziger82

    Der Hausmeister hat das ja nicht zu entscheiden. Was sagt der Vermieter dazu?

    Was steht zum Thema Grillen in Mietvertrag? Wenn das dort nicht explizit verboten ist, dann kann das der Vermieter meines Wissens nicht komplett untersagen, sofern Nachbarn nicht davon gestört werden.

    Hier gibt es - wenn ich mich recht erinnere - ein Urteil, wonach ca. 1x Grillen im Monat erlaubt ist.

    Muss ich nun die Tapete, die wirklich neutral hellgrau ohne Muster entfernen und gegen eine unbestrichener Raufaser ersetzen?

    Sowas wäre nur notwendig, wenn das grau zu Dunkel (also kein Pastellton) ist und als Beschädigung der Mietsache gilt.

    Das Anbringen von Tapeten hat nichts mit baulichen Veränderungen zu tun.

    Allgemein sagt man, dass als Bauliche Veränderung eine Maßnahme angesehen wird, die über eine bloße Instandsetzung/Instandhaltung hinausgeht.


    Da Du Tapete durch Tapete ersetzt hast, ist das auch keine Veränderung.

    Die habe ich natürlich nicht, der Vermieter allerdings auch nicht, da er diese ja nie gekauft hat. Kann er wirklich verlangen, dass ich Schadensersatz für die Küche leiste?

    Der Zweizeiler mit dem damaligen Verkäufer kann als Kaufvertrag angesehen werden. Der Name des Verkäufers steht dort geschrieben?

    Blöd ist natürlich, dass die Küche im Protokoll steht.

    Nichts desto trotz muss der Vermieter nachweisen, dass sich die Küche in seinem Eigentum befindet.

    Im Falle der Duschkabine müsste dieser, aufgrund des Alters, bei nahezu 0 liegen. Er meint dieser Passus greift nicht, er möchte lediglich den ursprünglichen Zustand zurück, eine funktionierende Duschkabine.

    Korrekt. Es gilt der Abzug alt gegen neu, auch wenn dem Vermieter das so nicht zusagt. Bei einem Alter von 21 Jahren wäre nach deinem Auszug vermutlich sowieso eine neue Kabine fällig geworden.


    Wenn der Vermieter jetzt solche Probleme macht, kann es Sinn machen, einen Anwalt zu beauftragen.

    Darin werde ich die Legionellenprüfung und diese Warmwasserkosten ankreiden und Nachweise fordern, da die Vermietung außerhalb der 30km Reichweite sitzt wird es auf Fotokopien hinauslaufen

    Die magische Grenze liegt irgendwo bei ca. 100 km. Schlimmstenfalls wirst Du also keine Kopien bekommen, sondern musst selbst hinfahren.


    Warum willst Du der Legionellenprüfung widersprechen?

    Bezüglich der Warmwasserkosten kann es nicht schaden, den Fall mal einem Fachanwalt vorzulegen.


    Grundsätzlich ist der Vermieter an das Wirtschaftlichkeitsgebot gebunden.

    Bei einem massiven Leerstand und der damit verbundenen überdimensionierten Heizungsanlage kann das eigentlich nicht der Fall sein.

    Warmwasserpreise von > 70€/m³ sind jenseits von gut und böse.

    Ohne erfolgte Abmahnungen ist eine fristlose Kündigung in der Regel nicht möglich. Unabhängig davon wäre es ggfs. sogar möglich, dass Du einen Anspruch darauf hast, einen Teil der Wohnung unterzuvermieten.


    Hierfür wirst Du aber dennoch einen Anwalt benötigen. Wenn Du arbeitslos bist, kannst Du dir für eine geringe Gebührt einen Beratungsschein beim Amtsgericht holen. Ich würde dort einfach mal anrufen.

    Das Erdgeschoss hat einheitlich 08/15 Fliesen, das OG einen Teppichboden, der nach 21 Jahren wohl als abgenutzt gilt. Eine Einbauküche ist nicht vorhanden und die Tapeten dürften auch noch aus dem Baujahr 2000 stammen, nur oft gestrichen.

    Das Alter der Ausstattung spielt zumindest in den meisten Mietspiegeln keine Rolle. Da geht es nur um allgemeine Merkmale, d.h. die Art der Ausstattung.


    Wichtig wäre mir, kann er einfach die QM PReise des EFH nehmen, nur weil die qm Größe der Reihenhäuser in der Tabelle nur bis 120qm gehen?

    Aus meinem Bauchgefühl heraus und ohne den Mietspiegel zu kennen, behaupte ich mal, dass er das nicht darf, weil das Merkmal des alleinstehenden Hauses eben gar nicht erfüllt wird. Hieraus begründet sich ja die höhere Miete.


    Ich empfehle Dir, das Mieterhöhungsverlangen einfach mal einem Fachanwalt oder Mieterverein vorzulegen.


    Edit: Wenn der Mietspiegel bzgl. Reihenhäuser > 120m² keine Angaben macht, kann man natürlich auch die Stadt kontaktieren, wie bei größeren Häusern zu verfahren ist. Das ganze kann man auch schriftlich anfordern und dem Vermieter vorlegen.

    Wenn die Wohnung kernsaniert wird, halten einige Gerichte solche Arbeiten für eine unzulässige Belastung für den Mieter.

    Diese Aussage ist mir zu pauschal.

    Bei den Malerarbeiten gehe ich mit, aber nicht bei solchen Einbauten, wie Deckenplatten oder Laminat.

    Unabhängig davon, dass es sich hierbei in der Regel um Sondermüll handelt, lassen sich die Firmen diese Entfernung teilweise auch vergolden.


    Ich kenne das aus "meinen" Sanierungsobjekten. Da werden für die Beseitigung von Deckenplatten und Laminat (je nach Wohnungsgröße) gern mal > 700€ aufgerufen.

    Das ist aber mit der Unterschrift unter den Mietvertrag ja wahrscheinlich schon passiert, oder war das eine Versteckter Mangel den du bei der Besichtigung nicht feststellen konntest?

    Wobei ich hier nochmal darauf hinweise, dass es sich um die Eingangstür handelt. Wenn der Defekt die Funktionstüchtigkeit der Tür beeinträchtigt, kann sich hieraus ggfs. schon ein Anspruch auf eine Reparatur ergeben.

    Hallo,


    wie hat der Vermieter denn konkret reagiert?

    Ansonsten hilft es tatsächlich nur, die Polizei zu informieren, wenn es laut wird und in einem ruhigen Moment nochmal das Gespräch mit dem Sohn zu führen.

    Ich habe letztens gelesen, man solle die Wohnung nur unter Vorbehalt nehmen.

    Eine Übernahme unter Vorbehalt funktioniert nicht. Entweder Du nimmst die Wohnung oder Du nimmst sie nicht.


    Der Vertrag ist bereits unterzeichnet? Wenn ja, würde ich vor der offiziellen Übergabe mit dem Vermieter sprechen. Stimmt dieser einer Reparatur zu, sollte das unbedingt im Übergabeprotokoll festgehalten werden.

    Ich fürchte, dass euch der Mieterschutzbund da nicht wirklich weiterhelfen wird, da die Ursache eurer Probleme nicht mietrechtlicher, sondern strafrechtlicher Natur sind.


    Heißt: Sucht Euch einen Fachanwalt (Am besten eine Kanzlei, die auf Straf- und Mietrecht spezialisiert ist) und geht dagegen vor.


    Unabhängig davon würde ich mir schnellstmöglich eine neue Wohnung suchen. Denn: Recht haben, heißt nicht Recht bekommen. Oder anders: Das Verhältnis zum Vermieter ist zerrüttet. Dagegen kann auch ein Anwalt nichts unternehmen.

    Achso - Da hätte ich vielleicht erwähnen sollen: Der Mietvertrag hat eine Mindestlaufzeit von 24 Monaten.

    Als Kündigungssausschluss? Gilt das für Mieter und Vermieter? Sonst wäre das nicht wirksam.

    Ansonsten fehlt mir bei der Formulierung der gesamte Zusammenhang.


    Aber ganz pauschal:


    Für mich klingt das so, als hätte ich die Möglichkeit, bei Mängeln, die bereits beim Unterzeichnen des Mietvertrags existierten, kündigen kann.

    Es kommt auf den Mangel an, bzw. deine generellen Kündigungsrechte laut Rechtsprechung.


    Wenn in der Wohnung der Spülkasten defekt ist, kannst Du nicht kündigen, wenn Dir aber - überspitzt ausgedrückt - das Dach wegfliegt, kannst Du kündigen.

    Das muss aber eigentlich nicht im Mietvertrag erwähnt werden, weil es hierzu die Rechtsprechungen und das BGB gibt.