Beiträge von toffer2105

    Im Grunde zahlt der Vermieter an den Vertragspartner der im Mietvertrag steht und für den er ein Kautionskonto eingerichtet hat die Kaution aus

    this! dem Vermieter kann es grundsätzlich komplett egal sein, was ein Dritter für Forderung gegenüber dieser Kaution stellt. Er hat ein Verpflichtung gegenüber seinem Mieter und das scheint ja deine Schwester zu sein.

    der Vermieter hat spätestens 6 Monate nach Auszug die Kaution auszuzahlen. Er darf einen kleinen Teil einbehalten, bis über die letzten Nebenkosten abgerechnet ist.

    Sollte der Vermieter nicht zahlen, kann man einen Mahnbescheid erstellen. Es bedarf keiner Klage. Es geht hier um eine Geldforderung.

    H dass Vereinbarungen über die Beschaffenheit der Wohnung bei Einzug nicht oder nur sehr schlecht vom Mieter zu beweisen sind, da wieder einmal nichts schriftlich vereinbart wurde.

    das wird doch im Übergabeprotokoll festgehalten.Und die Übergabe der Wohnung war ja noch nicht und somit kann sie das ja noch machen. Auch sollte im Protokoll festgehalten, wer welchen mangel bis wann erledigt. wenn man schon nicht gleich fristgerecht aus der wohnung kommt, berechtigt einem das wenigstens zur mietminderung.

    mWieso gemeinsam? Weil zweitens zwischen A, B und C auch ein Vertragsverhältnis vorliegt, denn mit der Gründung einer WG habt ihr eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts gegründet. Da ihr aller voraussicht nach keinen separaten Gesellschaftsvertrag abgeschlossen habt, gelten für euch die gesetzl. Bestimmungen nach § 705 bis § 740 BGB.

    das gemeinschaftliche Handeln der GbR ist in § 709 BGB geregelt.

    meine folgende Antwort ist sehr theoretisch und in der Praxis schwierig umzusetzen, wenn natürlich nicht unmöglich.

    Im vorliegenden Fall liegen zwei Vertragsverhältnis vor. Einmal zwischen A,B,C und dem Vermieter. Hier sind die mietvertraglichen und gesetzl. Regelungen (§535 bis 580 BGB) entscheidend. A,B,C treten als EINE Vertragspartei auf und können auch nur gemeinsam handeln. Wieso gemeinsam? Weil zweitens zwischen A, B und C auch ein Vertragsverhältnis vorliegt, denn mit der Gründung einer WG habt ihr eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts gegründet. Da ihr aller voraussicht nach keinen separaten Gesellschaftsvertrag abgeschlossen habt, gelten für euch die gesetzl. Bestimmungen nach § 705 bis § 740 BGB. Wieso ist das so? Dein Fall zeigt es ganz deutlich. Ihr haftet als WG gesamtschuldnerisch. Jetzt könnte man sich natürlich in irgendeine WG einnisten und als WG Mitglied keine Zahlungen oder Arbeit leisten. Ist ja auch praktisch. Die anderen WG Mitglieder können ja zur Rechenschaft gezogen werden. Ihr als die anderen WG Mitglieder müsst euch ja aber gegen so ein Verhalten wehren können. Und da kommt die gesetzl. Regelungen zu der GbR ins Spiel, insbesondere verweise ich in deinem Fall auf die §§ 706 Abs. 1 BGB und 723 BGB. Hierin steht geschrieben, dass die Gesellschafter gleiche Beiträge zu leisten haben und jeder Gesellschafter kann die GbR kündigen. Die anderern Mitgesellschafter müssen der Kündigung zustimmen, hierauf kann im Streitfall geklagt werden. Ist ja auch logisch, ist man in einer Zweier-WG und man möchte die Wohung kündigen und der andere Mieter stimmt dem nicht zu, dann kommt man ja nicht aus dem Mietvertragsverhältnis. Und das kann nicht gewollt sein und ist auch nicht so. ABER das Problem an der Sache ist, wird die GbR aufgelöst, muss auch das Mietvertragsverhältnis zw. der GbR (ABC) und dem Vermieter gemeinschaftlich gekündigt werden, denn die GbR handelt immer gemeinsam! Und der Vermieter muss nicht mit der neuen GbR (WG - AB) einen Vertrag abschließen. Er hat als Vermieter ein Wahlrecht bezüglich seines Vertragspartners.

    Ich hoffe, die Theorie konnte ich verständlich rüber bringen. Mein Rat nun, eurer "Freundin" schriftlich anzeigen, was sie schuldet mit Hinweis auf die von mir genannten Paragraphen. Keine Reaktion, dann androhen der Kündigung der GbR. Und danach müsst ihr schauen, wie ihr verfahrt. Macht ihr dann immer noch nichts, tanzt eure Mitbewohnerin auf eurer Nase.

    Achja, und grundsätzlich ist ne Einigung immer besser als streiten!

    zunächst einmal mein Beileid.

    Mit Rechten und Paragraphen würde ich jetzt noch nicht um die Ecke kommen. Ich würde als Erstes erst einmal das freundliche Gepräch suchen. Vorzugsweise zunächst mit dem HipHopStudio, ob sie nicht den Bass rausnehmen können bzw. sich auf irgendwelche Zeiten einigen. Wenn das nicht klappt oder du keine Lust auf das Gespräch mit dem Studio hast, das Gespräch mit dem Vermieter suchen und um Abhilfe bitten (optimalerweise fühlen sich evtl. andere Nachbarn auch belästigt).

    Sollte sich nichts ändern, dann kann man mal abfangen zu recherchieren, was man machen kann. Aber man sollte nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen.

    hier sind die Voraussetzungen einer Individualvereinbarung:
    https://www.kgh.de/news/2010/10/0…reinbarung.html

    Ich bin mir aber nicht sicher, ob du weißt, worauf du dich einlässt. Denn scheinbar habt ihr ja jetzt schon Probleme, eine neue Wohnung zu finden. Wie soll das dann werden, wenn ihr innerhalb von 3 Monaten eine neue WOhnung braucht, weil euch der VM gekündigt hat? Ich halte das für sehr problematisch.

    Mein Rat wäre gewesen, alles zu unterschreiben, was der Vermieter möchte und gut ist. Ihr wollt ihm ja nichts böses und der Vermieter euch auch nicht. Sollte er euch dennoch grundlos kündigen wollen, hätte er das aufgrund einer unwirksamens Klausel gemacht. Rechtlich gesehen wärt ihr somit auf der sicheren Seite, denn das Mietrecht erlaubt es dem Vermieter nicht, grundlos zu kündigen. Liefert ihr ihm Gründe, wie zu laut, Verwahrlosung der Wohnung usw., muss er euch abmahnen und kann euch das ordentlich kündigen.

    Eine grundlose Kündigung von Seiten des Vermieters ist doch grundsätzlich nicht möglich. Hier hat der Vermieter aber die Gewissheit, dass der Mieter mindestens 1 Jahr erhalten bleibt, was ja auch im Sinne des Mieters liegt.

    darum geht es den Vermieter nicht. Der Vermieter möchte keine Mindestmietdauer, sondern erstmal eine Maximalmietdauer.


    Der Vermieter möchte ich das Mietrecht aushebeln. Das geht meiner Meinung nach nicht. Der Mieterbund wird ihm das sicherlich auch sagen, dass seine Befristung nicht wirksam ist. Ihr als Mieter könnt dahingehend alles unterschreiben, was der Vermieter verlangt. Verstoßen die vertraglichen Vereinbarungen gegen das Gesetz, so wie es hier gegeben ist, ersetzen die gesetzlichen Regelungen die vertraglichen Regelungen, sodann hättet ihr einen unbefristeten Mietvertrag, der nur nach den gesetzl. Regelungen gekündigt werden kann.


    Unter Berücksichtigung der gesetzlichen Verjährungsfristen schon. Es ist allerdings möglich, dass dieses Guthaben bei Auszahlung auf dein Vermögen angerechnet wird und dein Hartz IV entsprechend gekürzt wird.

    dem muss nicht sein. In diesem Fall hat scheinbar die Mutter direkt auf das Konto des Vermieters gezahlt, ohne rechtl. Grund und ohne Gegenleistung. Hier kommt § 812 BGB ins Spiel, " Wer durch die Leistung eines anderen oder in sonstiger Weise auf dessen Kosten etwas ohne rechtl. Grund erlangt, ist ihm zur Herausgabe verpflichtet." Somit hat unser Threadersteller nicht zwingend etwas mit diesem Fall zu tun. Hier muss eher die Mutter aktiv werden und ihr Geld herausverlangen. Das ist aber nicht Mietrecht. Die Verjährungsfrist von 3 Jahren, § 195 BGB, sollte beachtet werden. Insbesondere da es auf das Jahresende zu geht. Hier ist also schnelles Handeln notwendig.

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