Beiträge von KeinMietnomade

    Kolinum ist wirklich der Abschuss. Dass hier überhaupt noch jemand schreiben möchte, nachdem er mit der Person in Kontakt geraten ist, grenzt an ein Wunder. Vermutlich ist er Anwalt, der auf diese Weise hofft, an Mandate zu kommen. Wenn er die Gegner genauso anmacht, ist sein Konzept vielleicht nicht schlecht, aber ich befürchte, dass er nur zu eigenen Mandanten so wäre.

    Ich habe definitiv keine Mietschulden und habe auch immer pünktlich gezahlt. Teilweise weise ich schon am 28./29. des Vormonats an.


    Mir wird unterstellt, im Abstand von Tagen bzw Wochen kurze oder lange Ruhestörungen zu begehen. Innerhalb von 10 Wochen soll das etwa 6x passiert sein, wobei die angeblich lange Ruhestörung (laute Musik, obwohl ich gar keine Musikanlage oder ein lautes anderes Gerät habe, das so laut ist, dass es wie beschrieben das komplette Haus beschallen könnte) an einem Tag stattgefunden haben soll, an dem ich anhand von Fotos nachweislich nicht zu Hause war.


    Außerdem wird mir unterstellt, dass ich Foto- und Videoaufnahmen von Hausbewohnern mache. Das entspricht allerdings auch nicht der Wahrheit. Sie interpretieren etwas in die Tatsache hinein, dass ich gesagt habe, ich habe Foto- und Videoaufnahmen von fremdem Müll in meinem Mülleimer gemacht, nachdem die Nachbarin ihren Katzenkot und -urin in meiner Restmülltonne entsorgt hatte. Aufgrund dieses Mülls in meiner Tonne lief dann sogar Ungeziefer in meiner Tonne, was ich gefilmt habe.


    Außerdem soll ich diese Nachbarin dann schwer attackiert haben, indem ich ihr schrieb, dass sie es unterlassen soll, ihre Scheiße in meinem Mülleimer zu entsorgen. Das Wort "Scheiße" sei eine Attacke gewesen, allerdings handelte es sich ja tatsächlich um "Scheiße", ich habe es schlicht beim Namen genannt. Schlimm genug, dass man sich sowas scheinbar gefallen lassen muss, dass Leute ihren Müll in meinem entsorgen. Der Vermieter ermahnt diese Nachbarin natürlich nicht, sondern verteidigt sie scheinbar sogar.


    Hmmm... was war da noch? Ich schreie angeblich mein Kind an, weshalb es unzumutbar sei, mich länger im Haus zu ertragen. Dazu wurden innerhalb von 10 Wochen 2 Vorfälle benannt, wovon ich an einem der Tage nachweislich nicht einmal zu Hause war.


    Ach ja, dann habe ich einer Nachbarin, die mich seit 2010 immer wieder mobbt, gesagt, wenn sie es schafft, dass mein Vermieter mir wegen ihr kündigt, dann werde ich jeden Tag in diesem Haus so genießen als ob es mein letzter wäre. Deshalb seien meine Nachbarn jetzt verängstigt, sie hätten jetzt Angst vor mir, weshalb ich gehen müsse.


    Dass sie Angst davor haben, dass ich hier mein Leben genieße, das glaube ich gerne. Ich werde hier schon länger so gemobbt als ob man mir die Butter auf dem Brot nicht gönne. :D


    Ich glaube, das war es an Vorwürfen dann.


    Übrigens wurde ich wegen Ruhestörung vor der fristlosen Kündigung nie abgemahnt. Auch haben sich Nachbarn nie bei mir beschwert, es kam auch nie zu einem Polizeieinsatz im Haus wegen mir.

    Eine konkrete Antwort auf diese komplexe Angelegenheit wäre eine unerlaubte Rechtsberatung.
    Soe sollten einen Anwalt befragen. Ich kann Ihnen leider keien Antwort geben.


    Ich habe mir schon anwaltliche Beratung geholt, würde aber auch gerne Erfahrungswerte von anderen haben. Das muss keine juristische Antwort sein, sondern eine Erfahrung wie ein gegnerischer Anwalt mit so einem Schreiben normalerweise gewickelt ist und wie und wann man am taktisch klügsten darauf antwortet.


    Der von mir befragte Anwalt meinte, ich könnte die Frist bis zum 31.10.14 für die Widerspruchsbegründung aussitzen, weil wohl bis dahin wegen der fristlosen Kündigung kaum ohne meine Anhörung ein Urteil bei Gericht ergehen würde, weil der Grundsatz der Mündlichkeit in Räumungsverfahren gilt.


    Allerdings habe ich jetzt gelesen, dass es Eilverfahren zur Räumung nach § 940a ZPO gibt. Da mir unterstellt wird, ich hätte vor 10 Wochen versucht, die Tür eines Nachbarn einzutreten (was nicht stimmt), stellt sich die Frage, ob sie aufgrund dessen so ein Eilverfahren starten werden. Sie haben mir allerdings ja eine Räumungsfrist bis 15.10.14 gesetzt, weshalb wohl im Räumungseilverfahren die Eilbedürftigkeit schon verneint werden müsste. Wäre ich schrecklich gefährlich für Leib und Leben der Nachbarn, würde man mich wohl nicht erst 10 Wochen hier friedlich leben lassen und dann noch 3 Wochen Frist für den Auszug gewähren.

    Guten Abend,
    ich habe ein anwaltliches Schreiben erhalten, das grob wie folgt aussieht:


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    1. fristlose Kündigung meines unbefristeten Wohnungsmietvertrags (mit Begründung, die voraussichtlich aber erfolglos sein wird)


    FRIST: Auszug soll spätestens am 15.10.14 erfolgen


    2. hilfsweise: ordentliche Kündigung (ebenso wenig erfolgsversprechend), Auszug soll dann spätestens am 31.12.14 erfolgen


    FRIST: Widerspruch soll ich bis spätestens am 31.10.14 einlegen


    3. ganz hilfsweise: Abmahnung


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    Meine Frage nun:


    Wann sollte ich Widerspruch einlegen, wenn ich die Frist längstmöglich ausschöpfen möchte?


    Muss ich gegen die fristlose Kündigung Widerspruch einlegen bzw hilft dieser überhaupt gegen eine fristlose Kündigung?
    Oder sollte ich wegen der fristlosen Kündigung nur beim Amtsgericht vorsorglich eine Schutzschrift hinterlegen und mit dem Widerspruch beim Vermieter bis zum 31.10.14 warten?


    Mir geht es primär um Entschleunigung, um möglichst lange Ruhe vor dem anhaltend mobbenden Vermieter zu haben, bevor er den nächsten Schritt versucht.


    Danke für eure Antworten.