Mietdatenbank

§ 558e BGB

Unter dem Begriff einer Mietdatenbank (§ 585e BGB) ist eine strukturiert aufgearbeitete, fortlaufend geführte und sich ständig ändernde Sammlung einzelner Mieten zu verstehen. In der Regel wird die Mietdatenbank von der jeweiligen Gemeinde geführt. Auch eine gemeinsame Führung von Interessenvertretern der Mieter und Vermieter ist möglich. Die Mietdaten dürfen nicht älter als 4 Jahre sein.

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Die Mietdatenbank soll dazu dienen, Auskünfte abrufen zu können, die für einzelne Wohnungen einen Schluss auf die ortsübliche Vergleichsmiete zulassen. Demgemäß kann der Vermieter zum Zwecke der Begründung einer Mieterhöhung anstatt auf einen Mietspiegel zurückzugreifen sich auch auf Auskünfte einer Mietdatenbank berufen.

Unterschied zum Mietspiegel

Im Unterschied zu einem Mietspiegel ist die Auskunft einer Mietdatenbank aktueller, da dort die Mietpreise sogar fortlaufend gesammelt und bekanntgegeben werden. Allerdings ist die Mietdatenbank keine Übersicht über die ortsübliche Vergleichsmiete. Vielmehr ist die Datenbank für Vermieter interessant, da die erhaltene Auskunft als formelles Begründungsmittel für ein Mieterhöhungsverlangen gemäß § 558 BGB dienen kann.

Zuletzt aktualisiert: 08. Januar 2016

VGW 96