Das Überdachen der Terrasse rechtfertigt keine Wohnflächenerhöhung – Mieterhöhung nicht möglich

Das Überdachen der Terrasse rechtfertigt keine Wohnflächenerhöhung – Mieterhöhung nicht möglich

Das Amtsgericht Montabaur wies mit Urteil vom 27. März 2007 (Az.: 5 C 463/06) ein Mieterhöhungsverlangen ab, das sich auf die Vermehrung der Wohnfläche nach dem Umbau der Terrasse gründete.

Die Klägerin hatte eine bereits seit 30 Jahren bestehende Terrasse überdachen lassen und wollte anschließend eine Mieterhöhung von 600,00 Euro auf 650,00 Euro durchsetzen. Zur Begründung verwies sie darauf, dass sich die Wohnfläche nach dem Umbau vergrößert habe. Als die Mieterin die Zustimmung zur Mieterhöhung verweigerte, reichte die Vermieterin Klage ein.

Das Gericht folgte diesem Mieterhöhungsbegehren nicht. Da die Terrassenfläche bei Abschluss des Mietvertrags nicht berücksichtigt und auch in der Folgezeit bis zum Umbau keine entsprechende Forderung von Seiten der Vermieterin erhoben worden war, konnte die Mieterin davon ausgehen, dass die Terrasse nicht einmal anteilsweise als Begründung für eine Mieterhöhung herhalten würde.

Darüber hinaus sah das Gericht die Wohnqualität durch die Überdachung der Terrasse mit drei tragenden Säulen eher als verschlechtert an, da der Umbau zu einer Beeinträchtigung der Lichtverhältnisse der Wohnung geführt habe.

Das Gericht sah keine Veranlassung, eine Berufung zuzulassen, da es den Fall zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung nicht als grundsätzlich oder für die Fortbildung des Rechts an sich von Bedeutung ansah.